„Man soll die Zukunft nicht vorhersagen wollen, sondern möglich machen“

Thomas Morus

Ein guter Zug für die Region – die Brexbachtalbahn

Historische Bauten, geschichtliche und technische Zeugnisse geben jeder Region ein unverwechselbares Gesicht. Das kulturelle Erbe ist Anknüpfungspunkt für die Identifikation der Menschen und verleiht Orten ein individuelles Image. In der Kenntnis um die Wechselbeziehung zwischen Mensch, Kultur und Natur, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegt die Voraussetzung, um Bestehendes zu bewahren und nachhaltig zu entwickeln.

Die seit 25 Jahre still gelegt Brexbachtalbahn ist die letzte verbliebene Eisenbahnstrecke vom Rheintal in den Westerwald, sie gehört zu den schönsten Bahnstrecken Deutschlands und ist für den Unterwesterwald identitätsstiftend. Als teuerster und aufwendigster Eisenbahnbau seinerzeit in Deutschland ist sie bis heute eine ingenieurtechnische Meisterleistung mit 30 Brücken, Viadukten und 7 Tunnels. Sie verbindet den Ballungsraum Koblenz-Neuwied mit dem Naturraum Westerwald, führt durch 3 Landkreise, 2 Naturparks und verbindet viele einzigartige kultur- und industriehistorischer Sehenswürdigkeiten wie die Sayner Hütte, der Kletterwald Sayn, Heins Mühle, Burgen, Schlössen, zahlreiche Wanderwege und das UNESCO Weltkulturerbe „RömischerLimes“. Mit ca. 350.000 Besuchern im Jahr 2015 gehört die geografisch attraktiv gelegene Region zwischen Rhein-Ruhr und Rhein-Main zu den bedeutendsten Tourismuszielen in Rheinland- Pfalz.

Zusammen mit dem Verein Brexbachtalbahn möchte ich diese einzigartige Kulturlandschaft für zukünftige Besucher „neu erfahrbar" machen, touristisch besser vernetzen und das Interesse und Verständnis für die Eisenbahnhistorie als Teil der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Unterwesterwaldes fördern. Darüber hinaus geht es mir bei dem Projekt um die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung von Geschichte und die Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins für die im Zentrum Europas gelegenen geschichtlich prägenden Linien – von der Antike über das Mittelalter bis hin zur industriellen Revolution. Denn gestalten heißt für uns nicht nur Design mit Bleistift, Papier, Maus und Bildschirm, sondern Mitbestimmung auf die Heimat und Einflussnahme auf die Region durch aktives Handeln.

Mit zahlreichen von mir und dem Verein organisierten Veranstaltungen mit der Brexbachtalbahn lockten wir in den letzten Jahren tausende von Besuchern - zum Teil von weit her - in unsere Region zum Wohl von Gastronomie, Hotellerie und Handel. Ziel ist ein regelmäßiger saisonaler Tourismusverkehr mit historischen Fahrzeugen und Veranstaltungen mit Partnern aus Kultur und Gastronomie. Wir schätzen das Potenzial auf bis zu 100.000 Fahrgästen im Jahr.

Interessierte finden weitere Infos zum Projekt und zu Veranstaltungen unter www.diebrex.de.