Der Feind des Guten ist das Besondere

„Es gibt nichts Gutes, das nicht irgendjemand ein bisschen schlechter und ein bisschen billiger machen könnte“, bedauerte bereits vor 120 Jahren der englische Schriftsteller John Ruskin. Heute ist der Feind des Guten endgültig nicht mehr das Bessere, sondern das Schlechtere, Billigere, Banale. Es gibt kaum noch authentische, handwerklich produzierte Qualitäts-produkte, Lebensmittel sind nicht mehr das Mittel zum Leben und einen ehrlichen, motivierten, kundigen Service - egal in welcher Branche - sucht man lange und oft vergebens. Dadurch büßen wir nicht nur an Lebensqualität ein, sondern verlieren auch unsere Bewusstsein und die Urteilsfähigkeit für alles Sinnliche, Schöne, und Wertvolle.

Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit besteht darin, Dingen eine schöne Form zu geben oder sie interessant darzustellen. Am besten gelingt das für Produkte, Orte, Menschen, Ideen und Dienstleistungen, die in einem umfassenden Sinne gut und wesentlich sind, die einen Sinn ergeben, nach hergebrachten Standards arbeitsaufwendig und nachhaltig gefertigt und im klassischen Sinn lebensbereichernd sind. Mir ist es deshalb ein Bedürfnis, zu all diesen Protagonisten eine freundschaftliche oder genussvolle Beziehung zu entwickeln und ihnen den Respekt zu zollen, den gelungene Arbeit verdient.

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